Detailaufnahme eines abstrakten Acrylgemäldes in Fluid Art Technik von Janiscolorart. Lebendiger Farbverlauf in Rot, Blau und Grün mit typischer Zellenbildung (Pouring) auf Leinwand. Handgemachte Kunst von Janina aus Neunkirchen, Saarland.

Acrylic Pouring Zubehör: Die komplette Einkaufsliste für Anfänger

Was braucht man eigentlich alles für Pouring? Da ich Pouring-Malkurse gebe, wird mir diese Frage sehr oft gestellt.
Deshalb möchte ich euch heute eine Liste zusammenstellen, damit ihr alles zur Hand habt, wenn ihr ein Pouringbild malen wollt. Vorab kannst du jede Acrylfarbe nutzen.
Sie sollte allerdings nicht mit Wasser – sondern mit einem Pouring Medium verflüssigt werden. Vermischst du die Acrylfarbe mit Wasser, wird sie dir später beim trocknen auf der Leinwand reißen.

Ein Pouringbild, das gerade im Pouringkurs von der Künstlerin Janiscolorart entsteht.

Einkaufsliste – Das brauche ich alles für Pouring:

  1. Acrylfarben, die du gerne verwenden möchtest. Wenn du schon Acrylfarben hast, kannst sie auch benutzen.
  2. Pouring-Medium: Du brauchst es, damit die verflüssigte Farbe später nicht aufreißt.
  3. Oder gleich fertig angemischte Pouringfarbe: du kannst im Fachhandel schon fertig angerührte Pouringfarbe kaufen. Der Vorteil ist, dass du dann sofort loslegen kannst.
  4. Leinwand oder Maluntergrund deiner Wahl. Du kannst zum Beispiel supergut auf einem alten Tisch, einem Schränkchen oder einfach auf einer Holzplatte pouren.
  5. Silikonöl für Zellen: Es gibt viele verschiedene Silikonöle speziell für Pouring. Du kannst dich aber auch im Baumarkt bedienen oder, wenn du schon eins in deiner Werkstatt hast, kannst du es damit auch probieren. Zum Üben reicht das allemal. Ich habe allerdings mit Art Crea sehr gute Erfahrungen gemacht.
  6. Pipetten oder Spritzen: Für präzise Farbaufträge oder das Hinzufügen von Silikonöl in kleinen Mengen.
  7. Joghurtbecher, Plastikbecher, Pappbecher, alte Gläser oder andere Gefäße in denen du deine Farben anrühren kannst. Nutze gerne Behälter, die du wiederverschließen kannst. So kannst du die Farbe, die du nicht gebraucht hast, wiederverwenden.
  8. Zum Umrühren Zungenspatel, Löffel und oder Teigschaber usw.

Einkaufsliste alles für Pouring Teil2:

  1. Je nach Technik einen Föhn oder Heißluftföhn. Gerade der Heißluftföhn ist für die Zellbildung sehr wichtig.
  2. Reißnägel mit Nippel: die werden auf der Unterseite der Leinwand befestigt, damit die Pouringfarbe gut abfließen kann und die Leinwand später nicht in der Farbe schwimmt.
  3. Zeitung, Folien, Planen oder andere Stoffe, die du nicht mehr brauchst. Sie dienen zum Abdecken von Tisch und Boden. So wird deine Wohnung von Acrylfarbe verschont. Sie soll ja schließlich nur auf die Leinwand.
  4. Küchenrolle / Feuchttücher um Flecken zu entfernen
  5. Waage oder Messbecher, um Farbe und Pouring-Medium zu portionieren. Manche Farbhersteller und Medium Hersteller haben Gramm oder milliliterangaben. Dabei kann ein messbecher oder eine Waage sehr hilfreich sein.
  6. Malermesser oder Spachtel: Zum Verteilen der Farbe oder für spezielle Strukturen.
  7. Pinzette, um gegebenen Falls Fremdkörper wie Haare oder andere Dinge zu entfernen.
  8. Silikon oder Nitrilhandschuhe, damit deine Hände sauber bleiben
  9. Zieh dir alte Kleidung an, die dreckig werden darf. Acrylfarbe geht nur schwer bis gar nicht wieder aus Kleidung heraus.

Ich hoffe, dir hat die Liste weitergeholfen. Ich wünsche dir viel Spaß beim Pouren und ausprobieren der verschiedenen Pouring Techniken.

Ein vorbereiteter Pouring Swirl Cup in Pink, Rosa, Königsblau und türkis. Er steht im Atelier der deutschen Künstlerin Janiscolorart in Neunkirchen.

Konsistenz der Pouringfarbe

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Die perfekte Konsistenz: Wie flüssig muss Pouring-Farbe sein?

Die richtige Konsistenz der Farbmischung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg deines Kunstwerks. Die fertig angemischte Pouring-Farbe sollte idealerweise die Viskosität von flüssigem Honig oder warmem Sirup haben.

Dabei gilt eine goldene Regel: Alle Farben müssen exakt dieselbe Konsistenz haben!
Ist auch nur eine Farbe etwas dickflüssiger als die anderen, sinkt sie im Becher oder auf der Leinwand ab und verdrängt die dünneren Farben ungleichmäßig. Das Ergebnis auf dem Bild wirkt dann unförmig und unkontrolliert.

Nimm dir beim Anrühren ausreichend Zeit. Es dürfen absolut keine Farbklümpchen mehr vorhanden sein. Die Farbe muss sich vollständig und gleichmäßig mit dem Pouring-Medium verbinden.

Der einfache Konsistenz-Test für dich:
Tauche dein Rührstäbchen in die fertige Farbmischung und ziehe es nach oben. Wenn die Farbe vom Stab läuft, sollte sie kurz ein winziges Häufchen (eine Spur) auf der Oberfläche bilden, das nach genau ein bis zwei Sekunden völlig flach in der restlichen Farbe verschwindet.

Verschwindet das Häufchen sofort, ohne eine Spur zu hinterlassen? Die Farbe ist zu dünnflüssig. Rühre noch etwas reine Acrylfarbe unter.

Bleibt das Häufchen länger sichtbar? Die Farbe ist zu dickflüssig. Gib tröpfchenweise etwas Wasser oder Medium hinzu.

Mit diesen Tipps sollte dir problemlos ein schönes Pouringbild gelingen. Wenn du noch unsicher bist, kannst du dir einfach hier oder auf YouTube eins meiner Pouringvideos ansehen.

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